Meine Vision für die Mütter unserer nächsten Generation


Mein Herz schlägt für die Kinder dieser Welt. Ich möchte, dass es ihnen gut geht – und dafür muss es auch ihren Müttern gut gehen. Es muss ein Geisteswandel in unserer Gesellschaft her –  zum Thema Kinder. Und ich weiß: er muss bei den Müttern beginnen. Ich wünsche mir, dass Mütter die heute vorherrschende Ernährungsweise hinterfragen und sich die Frage stellen, wie sich ihre jetzige Lebensweise auf die nächsten Generationen auswirkt. Ich habe die Vision, dass Mütter in ihrer Kraft stehen und den Mut haben, die Weichen für ein gesundes Großwerden ihrer Kinder zu stellen. Der Mut dieser Mütter wird die Welt verändern.

Wie ich zu meiner Vision gekommen bin

Ich beobachtete schon als junge Frau mein Umfeld und kritisierte oft den Umgang mit den Kindern. Dafür habe ich oft Unverständnis und Ablehnung erfahren. Heute habe ich selbst drei Kinder und machte aus meinen Konditionierungen heraus ähnliche Fehler, die ich früher kritisiert habe. Meine alten Konditionierungen waren z.B. immer funktionieren vor allem für andere;  Manipulierendes Verhalten, weil ich meine Bedürfniss nicht klar ausdrücken konnte; nicht spüren, wann ich Hilfe brauche; Frust an Schwächeren auslassen; wenig Gelegenheiten herstellen, die Nähe/Liebe spüren lassen. Trotz allem wollte ich meinen Kindern immer von Herzen gerne alle Gesundheit und den Mut, ihre Gaben zu leben, in ihren Rucksack fürs Leben packen. Ich denke, dass das ein ganz normaler Wunsch einer jeden Mutter ist, ganz egal an welchem Punkt sie ihn ihrem Leben mit den Kindern steht. Deshalb habe ich mich bewusst für eine lange Elternzeit entschieden und habe meine Kinder hauptsächlich selbst betreut. Das war mir jedoch zu wenig – also wurde ich Tagesmutter, als mein erstes Kind 5 Monate alt war. So konnte ich noch andere Mütter unterstützen. Sie gaben vertrauensvoll ihre Kinder zu mir, um ihren Jobs nachzugehen. Somit habe ich ja auch wieder gearbeitet, nur von zuhause aus.

Mein erstes Kind ist nun schon 15 Jahre alt und ich erkenne mehr und mehr, dass ich nicht mehr nach dem von der Gesellschaft vorgegebenen Weg für die Frau leben kann. Ich sehe diesen vorgegebenen Weg so, dass die Frau alles mit Bravour unter den Hut bekommen sollte, Beruf, Familie, Haushalt, Ehe. Sie selbst bleibt auf der Strecke, wenn sie nicht gelernt hat auf sich aufpassen. Manche Männer bringen sich leider nicht selbstständig in alle Aspekte des Zusammenlebens ein, sie überlassen Haus und Hof der Frau und ihre Selbstverwirklichung muss zurückgestellt werden. Durch meine Erkrankung an der Autoimmunkrankheit Hashimoto und meinem Weg zur Heilung und durch meinen Willen, trotz allem eine gute und belastungsfähige Mutter zu sein, erkenne ich mehr und mehr, dass mir all die Jahre wichtiges Wissen rund um die Themen Gesundheit und natürliches Leben gefehlt hat. Das habe ich erst im Zuge meiner Heilung herausgefunden. Seit ich zunehmend einen natürlicheren Lebensstil in unser Familienleben integriere, geht es mir wieder gut. Jeden Rückfall in alte Verhaltensmuster bekomme ich sofort mit weniger Kraft quittiert. Früher konnte ich mir meine Kraftlosigkeit nicht erklären, auch die Ärzte fanden keine Erklärung dafür, weil meine Schilddrüsenwerte gut eingestellt waren. Es ist nach meinen Beobachtungen fast immer auf die Ernährung zurückzuführen gewesen und somit ist für mich klar wo ich bei mir positive Veränderungen herbeiführen kann.

Stimmt, was für mich stimmt, auch für andere Mütter?

Im Jahr 2010, also vor fast 10 Jahren wurde ich parallel zu meiner Tätigkeit als Tagesmutter auch Thermomix-Repräsentantin. Das war ein sehr bereichernder Ausgleich zu meinem Alltag als Mutter und Hausfrau. Durch diese Tätigkeit kam ich endlich wieder unter Erwachsene. Als Hotelfachfrau war ich es gewohnt immer mit vielen Menschen zu tun zu haben, was ich in der Elternzeit doch sehr vermisst habe. Durch diese Arbeit komme ich in viele verschiedene Familien und blicke in ihre Küchen. Ich sehe welche Kraft und Energie in den Müttern, Vätern und Kindern steckt – und ich sehe auch, wenn diese Kraft und Energie fehlt. Die Gründe dafür sind den Familien selbst oft unklar. Manchmal ist in den Familien der Wunsch da, einen gesünderen Lebensstil zu leben. Oft jedoch sind die Verhaltensmuster so verkrustet, dass es für die Familien total undenkbar ist, etwas am eigenen Lebensstil zu ändern, ihnen sind Ursachen und deren Auswirkungen total unbewusst. Manche dieser Familien, die ich in den letzten Jahren besucht habe, machen sich auf den Weg und ändern ihre Ernährungsgewohnheiten. Oft sind es die Mütter, die den Mut haben, neue Wege auszuprobieren. Und oft schaffen es diese Mütter, ihre Kinder und Ehemänner mitzunehmen. Ich sah auch vorausschauende und mutige Männer, die ihre Partnerinnen dabei unterstützen, einen gesünderen Lebensstil zu leben.

Bei den Familien mit wenig Kraft sehe ich, dass selbst das einfachste Wissen für gesundes, natürliches Kochen fehlt. Da nützt auch kein Thermomix, wenn mit dem Wunderkessel nicht nahrhaft und vitaminreich gekocht wird. Da sehe ich meinen Ansatzpunkt: ich habe mir durch meine Hashimoto-Erkrankung viel Ernährungswissen angeeignet und suchte praktikable Wege, dieses Wissen täglich in den Speiseplan einzubringen. Heute weiß ich, dass ich die Mütter abholen kann, ganz egal wo sie bei den Themen Ernährung und natürliche Lebensweise stehen. Und ich kann ihnen den nächsten Schritt zeigen.

Meine Gaben für die Mütter, die eine gesündere Küche führen wollen

Nun möchte ich so viel wie nur möglich Mütter, mit kleinen Kindern, erreichen und ihnen sagen, was sie zur Gesunderhaltung ihrer Körpers und ihrer Kraft wissen müssen, auch wenn es kein “übliches” Wissen ist, das man in der Schule oder über die Herkunftsfamilie lernt, es ist vielmehr altes und intuitives Wissen, das für jeder Frau anders sein kann und das sie in sich selbst entdecken darf. Denn wenn ich viele Mütter aufwecken kann und ihre Kraft spüren lassen kann, können diese Mütter ihre Kraft für ihre Kinder und ihre Familie nutzen. Denn ohne das heile Nest, in dem die Kinder von kraftvollen Müttern und Vätern unterstützt gedeihen können, ist unsere nächste Generation geschwächt. Diese kann nun nur mit viel weniger Kraft ihre Visionen leben und ihre Gaben der Welt schenken oder fühlen sie sich erst gar nicht für etwas Sinnvolles berufen.  Und ich glaube, dass jeder gesunde Mensch seine Umwelt erhalten und pflegen will. Jeder Mensch, der lieben kann, möchte seine Mitmenschen, die Tiere und die Natur schützen und sich für ihren Erhalt einsetzen.

Es beginnt bei dem Bewusstsein, was wir konsumieren und wie wir es konsumieren. Wenn die Mütter, die sich um ihre Babies kümmern auch den Wunsch haben ihre Familien gut zu versorgen, werden sie ihre Zeit nutzen und sich mit natürlicher Lebensweise beschäftigen. Wenn man den Unterschied spürt, wird über die Zeit das bewusste und gesunde Kochen zur Routine. Es ist dann für das Kind natürlich, die selbst gekochten und liebevoll hergerichteten Speisen der Mutter zu essen und nicht nach dem industriell hergestelltem Essen zu verlangen. Diesen Weg am Anfang bewusst zu gehen, ist einfacher als später eine ungesunde Ernährung zu korrigieren. Und die Kinder werden in Kontakt mit allem Essen kommen, dass wir Mütter nicht gut finden werden, doch sind die Grundlagen erst einmal gelegt, spürt das Kind auch, dass es lieber frisches Essen haben will und wird auch als größeres Kind gesundes Essen bevorzugen.

Meine Vision für die nächste Generation

Wenn sich viele Mütter, dazu entschließen sich mit den Grundlagen des gesunden Lebens und der Herstellung von eigenem Essen aus guten gesunden Lebensmitteln zu beschäftigen, dann würde doch automatisch ein Wandel in der Gesellschaft passieren. Nicht gleich nächstes Jahr, doch aber in fünf oder zehn Jahren, wenn die Kinder, die von bewussten Müttern begleitet werden, die die industriell hergestellten Lebensmittel nicht mehr konsumieren wollen.  Die Kantinen in den Schulen müssten sich was überlegen, die Restaurants würden frischeres Essen anbieten, die Läden würden auf den Fertigprodukten sitzen bleiben, weil sie immer weniger Leute kaufen würden. Die Biobauern würden sich vermehren, weil die Nachfrage für die hochwertigeren Lebensmittel steigen würden, somit würden weniger Gifte in der Landwirtschaft ausgebracht werden. Es würde ein natürlicher Weg der Erneuerung und Heilung beginnen.

Mein Plan für 2019 für die Umsetzung meiner Vision, damit diese zur Realität wird

Dieses Jahr werde ich mich hauptsächlich damit beschäftigen, wie ich mein Wissen strukturieren und vermitteln kann. Ich werde Wege finden, wie ich dieses Wissen an die Mütter, mit kleinen Kindern, weitergeben kann. Dazu werde ich mein Netzwerk an Menschen finden, die mich an den Punkten unterstützen, bei denen ich Hilfe brauche, denn um die kann ich jetzt bitten und auch annehmen. 🙂

Ich möchte ein Netzwerk finden oder aufbauen, wo wir Frauen und Mütter uns gegenseitig auf unserem Weg unterstützen, denn in einer Gruppe von Gleichgesinnten geht es leichter neue Wege zu gehen und sich darüber auszutauschen.

Um es in Zahlen auszudrücken, ich werde ein Coachingprogramm entwickeln, das Mütter, mit kleinen Kindern dabei unterstützt eine gesunde Koch- und Lebensweise für ihre Familien zu leben, das sie und ihre Familie in ihrer Kraft hält oder diese wieder zurückbringt. Ich möchte in diesem Jahr 100 Frauen und gerne auch Männer erreichen und dieses Programm weiterentwickeln und verfeinern. So dass es die nächsten Jahre vielen weiteren Frauen als Sprungbrett für eine gesunde und selbstverständlich leichte Küchenführung dienen kann, die dann zur Routine wird und der Frau ermöglicht ihre Träume und Lebensziele mit und für die Kinder in die Welt zu bringen.

Wow, dieses Bild erfüllt mich mit Freude, wenn ich mir vorstelle viele gesunde kräftige Mütter und Väter mit ihren quirligen und neugierigen Kindern zu sehen, die mutig neue Wege zur Heilung von sich selbst und unserer Erde gehen.

Ich freue mich auf diesen Weg und freue mich jetzt schon auf die Gemeinschaft mit diesen engagierten und mutigen Müttern.

2 Kommentare

  • Liebe Evelyn,
    das ist eine tolle und kraftvolle Vision, die Du da aufzeigst.
    Ich wünsche Dir, dass Du wirklich viele Mütter erreichst und sie für eine gesunde Ernährung begeistern kannst.
    Mein Sohn hat von klein auf nur gesunde Ernährung kennen gelernt. Wenn es auf Kindergeburtstagen oder sonst wo diese bunten Slushies gibt auf die die meisten Kinder stehen, dann sagt er nur: „Das mag ich nicht.“ Ebenso verhält es sich mit McDonalds und Co. Wenn die Kinder gesunde Ernährung erfahren haben, dann merken sie den Unterschied selbst und handeln danach. Das freut mich immer wieder besonders, denn mein Sohn war ein „harter Brocken“ was Ernährung angeht, denn er hat von Anfang an überhaupt nicht gerne gegessen. Auch heute isst er nur das, was wirklich gut schmeckt. Das meiste davon ist gesund.
    Alles Liebe Dir!

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    • Liebe Doris,
      ich danke dir sehr für deine Wünsche und dass es mir gelingen möge. 🙂
      Bei meinen Kinder und den Tageskindern konnte ich gut feststellen, was Essen ausmacht und wie schnell ein Kind sich an die künstlichen Geschmäcker gewöhnt. Es ist nicht leicht die Ernährungsgewohnheiten der Kinder wieder umzudrehen, doch es geht. Und unser Vorbild ist schon viel wert.
      Danke dir für deinen Kommentar.
      Alles Liebe!

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